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Medizin » Geschichte der Medizin » Autographen


Es gibt 4 Seiten mit je 40 Artikeln in dieser Kategorie
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Medizinisch-philosophische Handschrift, Frankreich um 1600: - Über 700 Seiten 8°, lateinisch mit 3 Zeichnungen (ca. 20 seiten leer, 5 vermutlich leere Blätter entfernt).
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Medizinisch-philosophische Handschrift, Frankreich um 1600: - Über 700 Seiten 8°, lateinisch mit 3 Zeichnungen (ca. 20 seiten leer, 5 vermutlich leere Blätter entfernt).
Nach einer alten Zuschreibung stammt die in feinster Schrift von Gelehrtenhand gefertigte Handschrift aus dem Collège de Tournon (s.u.).
Handschrift zur Sinnesphysiologie auf der Grundlage der aristotelischen Naturphilosophie, bestehend aus einem streng in disputationes, articuli, sectiones und subsectiones gegliederten Traktat über den beseelten Körper ("Tractatus tertius physicae - de corpore animato", ca. 225 S.), dem sich eine Erörterung der Physik des Aristoteles ("Disputationes In Aristotelis Physicam") anschließt.

Hier einige Überschriften aus dem Traktat in dem vor allem die Seelenvermögen (ausführlich u.a. der Gesichtssinn) behandelt werden:

de corpore mixto proemialis

- quid sit mixtio et mixtum
- quomodo in mixto maneant elementa
- de mixtorum temperamento
- an et quid sit anima

de anima in communi

- an et quid sit anima
- de animarum multitudine

de actu vitali
de actione vitali seu vita actuali
de calore vitali humori radicali aliisque non nullis ad nutritionem pertinentibus
de generatione viventium

de visu

- de lumine
- de colore
- de visione et eius organo
- oculi descriptio
- quomodo fiat visio
- de auditu
- de olfatu et gustu

de tactu

de facultatibus internis animae sensitivae

- quod sit sensus internus et quod illius organum

Für mehrere Kapitelüberschriften ist der Platz zum späteren Nachtrag freigelassen, entsprechend sollten die leer gebliebenen Seiten einer späteren Textergänzung dienen.

Das Collège de Tournon, heute Lycée Gabriel Faure in Tournon-sur-Rhône, wurde 1536 durch den Kardinal und Staatsmann François de Tournon (1489-1562) gegründet und hatte von 1548 bis 1626 den Charakter einer Universität unter der Führung des Jesuitenordens mit insgesamt mehr als 2000 Studenten aus ganz Europa. 1626 wurde es in eine höhere Bildungseinrichtung umgewidmet, 1776 den Oratorianern übergeben, 1820 laiziert und 1848 in ein "Lycée" verwandelt, das seit 1967 den Namen des aus Tournon stammenden Schriftstellers Gabriel Faure trägt. Die bedeutende Kollegienbibliothek wurde der Universitätsbibliothek von Lyon übergeben. .
EUR 2400.00 (Bestell-Nr: 41525)
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Ms - Tiermedicin, Handschrift, Bayern um 1800.
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Ms - Tiermedicin, Handschrift, Bayern um 1800.
In einem Brief - ohne Ort, datiert "Ce 18. Octobre", 4 Seiten 4° - beschreibt ein unbekannter Verfasser ein Mittel, das in Grünbach (Bayern) erfolgreich gegen "épizootie" (Rinderseuche) angewandt wurde. Der Brief beginnt mit Geschaftsangelegenheiten (Madame de Fugger wird erwähnt), auf Seite 2-4 informiert er über das Mittel:

"... il dona aux malades une culière de poudre a tirer, et une autre de graines de genièvre, pulverisés, 4 culières, voll Lauge von SchwarzErlenholz Asche, un bon demi pot, de lait aigre, 4 culières de vinaigre fait de fruits, « de sel brulé, & une petite portion (eine Zehe) d'aille - le tout amalgamé en un potion .

J'ai aussi consulté le medecin Graff sur ce remède qui approuve l'usage des acides vegetaux, et rejette die Lauge von SchwarzErlen Asche ."

Auch ein Kuhbauer in Georgenschwaig habe gute Erfahrungen mit Wacholderbeeren ("grain de Genièvre") gemacht, in Faistenhaar "on a retabli des bestiaux malades par l'usage de genièvre, et de certains fruits només Beisselbeer", und Mr. Baierhammer empfehle "eau de Surcroute / Sauerkrautwasser".
EUR 65.00 (Bestell-Nr: 39843)
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Psychiatrische und Nerven-Klinik der Universität Halle. - Krankenakten a.d.J. 1893-1899.
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Psychiatrische und Nerven-Klinik der Universität Halle. - Krankenakten a.d.J. 1893-1899.
Über 120 Seiten gr.Folio, dazu zahlr. Beiblätter. Etwas staubfleckig, leichte Randläsuren, teilweise hinterlegt.
Dokumente aus der Frühzeit der Hallenser Universitätspsychiatrie unter Eduard Hitzig (1838-1907), der nach seiner Berufung 1879 den Bau einer neuen, 110 Betten umfassenden Klinik durchsetzte und sie schon bald nach ihrer Eröffnung 1891 zur Musteranstalt der Zeit entwickelte.

Dokumentiert sind die Krankheiten von 16 meist aus den unteren Bevölkerungsschichten stammenden Patienten beiderlei Geschlechts im Alter von 12 bis 57 Jahren mit Anamnese, Krankheitsverlauf unter der Behandlung (ein fehlgeschlagener Versuch mit Hypnose ist erwähnt) und Behandlungsergebnis ("geheilt entlassen" / "als zur Zeit geheilt entlassen" / "nach Altscherbitz [die damalige Provinzial-Irrenanstalt] überführt", etc.); Diagnosen u.a.: "Alkoholwahnsinn", "Chorea leicht. Grades", "Delirium tremens", "Hysterie", "Hypochondrie", "Manie", "Paranoia", "Progr. Paralyse", "Schwachsinn", "Senile Paralyse", "Seniles Irresein" und "traumat. Neuro-Psychose".

Ein Teil der Akten wurde von Hitzigs Assistenten Hans Haenel (1874-1942) geführt, dem späteren Begründer und langjährigen Vorsitzenden des Dresdner Neurologischen Abends, einer Vereinigung Dresdner Neurologen und Psychiater.

Beiblätter zu einzelnen Akten: Zusammenfassungen, Gesichtsfeldschemata, Gewichts- und Fieberkurven, zu den Akten genommene Briefe oder Schriftstücke von Patienten, Briefe externer Ärzte etc.
EUR 450.00 (Bestell-Nr: 41522)
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Technikgeschichte / Druckwesen. - Konvolut Druckereimaschinen, Frankreich 1880/85.
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Technikgeschichte / Druckwesen. - Konvolut Druckereimaschinen, Frankreich 1880/85.
Schönes Konvolut mit selten erhalten gebliebenen Belegen - das Ergebnis einer Sondierung des französischen Marktes im Jahr 1885 durch einen Druckereibesitzer, der eine Schneidemaschine mit Scheibenmessern anschaffen wollte.
Im einzelnen:
1) Verkaufskatalog der Maschinenbauer A. & G. Lhermite ("Ingénieurs-Constructeurs"), Paris 1880. 19 Seiten gr.-4°. Illustrierter rosa Umschlag verso leicht angestaubt und mit kleinem Kleberest (wohl vom Versand unter Streifband herrührend), Innenseiten frisch.
Maschinen für das Druckereigewerbe: Drucken, Autotypieren, Lithographieren, Pressen (mechanisch und hydraulisch), Schneiden, Perforieren, Laminieren, Satinieren, Prägen und Vergolden. - Preisverzeichnis mit 27 meist großformatigen lithographierten Abbildungen.
2) 8 teils mehrseitigeVerkaufsprospekte anderer französischer Maschinenbauer, ebenfalls mit lith. Ansichten der angebotenen Maschinen sowie der gewonnenen Ausstellungs-Preismedaillen; ein Blatt mit großformatiger Darstellung eines idealen Druckereibetriebs (18 x 24,5 cm). Blattgrößen bis zu 64 x 48 cm. 1 Blatt mit Faltenriß, manche mit geringen Randläsuren oder leichter Bräunung der Ränder; insgesamt gut erhalten.
3) handschriftliche Korrespondenzen der Druckerei Ed. Monnoyer, Le Mans mit mehreren Maschinenbaufirmen, die Anschaffung einer Karton-Schneidemaschine zur Herstellung von Schachteln betreffend: Juni - September 1885, zus. 17 Seiten gr.-4°; gedruckte, teils illustrierte Briefköpfe.
Das Ganze in einem Aktendeckel der Fa. Ed. Monnoyer, bezeichnet: "Dossier d'une cisaille circulaire pour tracer et couper le carton pour faire les boîtes" (Randeinriß).
EUR 180.00 (Bestell-Nr: 33969)
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ALS - Taubstumme - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift des französischen Taubstummenlehrers Abbé Daras.
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Abbé Daras -
ALS - Taubstumme - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift des französischen Taubstummenlehrers Abbé Daras.
Saint Médard-les-Soissons 16.III.1854. 3 Seiten gr.-4°. Gestochener Briefkopf "Institut des Sourds-Muets". Mit Siegelspur und Adresse (Poststempel und -vermerke). Tinte leicht durchschlagend, kleine Faltenrisse; Adressblatt mit kleinem Ausr
An Paul Alois Klar (1801-1860), den Leiter der Blindenanstalt in Prag ("Monsieur et bien affectionné Collègue"), dem er für einen Beitrag zu seiner Zeitschrift "Bienfaiteur" und für dessen "puissante collaboration dans l'oeuvre universelle de la Civilisation Sociale des Aveugles" dankt.
"... Le célèbre institut de Prague mérite d'etre connu du monde entier et le 'Bienfaiteur' est lu maintenant dans les principales capitales du monde - je vais joindre votre illustre nom à la liste européenne du collaborateurs de la Revue - et vous m'ecriverez souvent pour me mettre au courant du progès de l'Allemagne, et vous serez mon representant pour tous ce qui regarde les intérêts des aveugles dans le royaume de Bohème ... " Im Folgenden ausführlich über seine unter dem Patronat Kaiser Napoleons III. stehende Zeitschrift "Bienfaiteur". - Erwähnt auch seinen Gönner, den Journalisten und Politiker Charles Forbes Comte de Montalembert (1810-1870).

Die Prager Blindenanstalt wurde 1807 durch den Vater des Adressaten, den Humanisten Alois Klar (1763-1833) gegründet.
EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34838)
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DS - Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift.
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Adorno, Theodor Wiesengrund: =
DS - Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift.
Frankfurt a.M. 13.IV.1951. 2/3 Seiten Din-A4. Gedruckter Briefkopf: "Institut für Sozialforschung / Johann Wolfgang Goethe-Universität".
Theodor W. Adorno (1903-1969), Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. - Bescheinigung für eine Mitarbeiterin.

"Frau Rosemarie Stiebler ... ist im Auftrage des Institutes für Sozialforschung an der von diesem Institut eingeleiteten Untersuchung über die nach Deutschland gerichteten Sendungen ausländischer Radiostationen in Berlin als Interviewerin tätig. Wir sind den Persönlichkeiten, mit denen Frau Stiebler Verbindung aufnehmen wird, für ihre Kooperation besonders dankbar und bitten, Frau Stiebler bei ihren Bestrebungen zu unterstützen."

Seltener Beleg für Adornos Tätigkeit in der empirischen Sozialforschung.
EUR 360.00 (Bestell-Nr: 44245)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Alibert, Jean Louis Marc: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Paris, 2.II.1818 (Poststempel). 1 Seite kl. 4°. Mit Siegelspur und Adresse.
Baron Jean Louis Alibert (1768-1837), französischer Mediziner, Leibarzt König Ludwigs XVIII., der Begründer der Dermatologie in Frankreich. -
den Arzt Michael Friedländer (1768-1824) in Paris, der einen Beitrag über die öffentliche Hygiene für Band 23 des "Dictionnaire des sciences médicales" (Paris: Panckoucke, 1818) verfasst hatte.

"... j'ai envoyé hier chés mr. pankouke qui accepte avec reconnoissance vôtre article. mais, il souhaiteroit qu'il ne fut pas trop étendu et qu'il fut en harmonie avec les autres articles d'hygienne publique. pour mon compte . je regarde comme une bonne fortune dans le dictionnaire, l'article que vous promettés .

ayés donc la complaisance de rédiger cet excellent morceau, et de l'envoyer de vôtre part et de la miene à mr. biott ou à mr. pankouke.
EUR 480.00 (Bestell-Nr: 39827)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Baier, Ferdinand Jacob: =
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Ansbach 8.X.1783. 3/4 Seiten 4°. Mit Siegelspur und Adresse.
Ferdinand Jakob Baier (1707-1788), berühmter Mediziner, Leibarzt des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, Präsident der Leopoldina. - In unsicherer Altersschrift an den Mediziner Heinrich Friedrich Delius (1720-1791) in Erlangen, den er als seinen Nachfolger als Präsident der Leopoldina ausersieht.

"... Dero preiswürdigen Verdienste sind so hochgestiegen, daß Ew. Hochwohlgebohren mit alle Recht das Praesidium gebühret, welches ich wegen meines kränklichen Unvermögens herzlich gerne abtrette ..." - Dankt ferner für die "Bemühung wegen ausgefertigter Antwort an H[err]n Professor Mederer" (der Chirurg Matthäus Mederer [von Wuthwehr], 1739-1803) und die Übersendung "gelehrter Zeitungen".

". Plura non addo infirmitate nimia impeditus ..."

Delius wurde erst nach Baiers Tod 1788 Präsident der Leopoldina.
EUR 360.00 (Bestell-Nr: 42823)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Behrens, Konrad Barthold: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Braunschweig 17.VIII.1709, 3 Seiten°, mit schönem Lacksiegel und Adresse. Kleiner Ausriss an der Siegelstelle, kleine Läsuren an den Falten ohne Beeinträchtigung des Textes.
Konrad Barthold Behrens (1660-1), Mediziner und Historiker, kurfürstlich braunschweigischer Rat und Leibarzt, korrespondierte mit Leibniz. - Schöner Privatbrief an den Generalsuperintendenten Christian Heinrich Behm ("Hochgeehrtester Herr Bruder") in Gandersheim, dem er mitteilt, dass eine Erkrankung des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel ("Serenissimus") und ein Pocken-Patient ihn daran hinderten, zu einer Hochzeit zu reisen.

"... melde daß so woll Ser[enissi]mus selbst, alß welcher beginnet heiserig zu werden, und ein patiente so erwachsen, und starck an den pocken danieder lieget, mich abhalten mit überzukommen, dahero man hoffentlich mich excusiren wird. Zudem hätte ich ohne Meine Frau reisen müßen, alß welche leider! noch nicht retabliret ist, Und ihr Zustandt mir viel sorge machet ..."

Im weiteren mit Nachrichten vom Hof aus aus dem Familienkreis: "Unsere Meße ist sonst in Zimmlichen vanitäten vollbracht, von frembden ist niemand alß die alte Churfürstinn [Sophie von Braunschweig-Lüneburg, geb. Prinzessin von der Pfalz, Mutter des regierenden Kurfürsten von Hannover, der 1714 als Georg I. den englischen Thron bestieg] hier gewesen, und gehen sie ubermorgen nach Saltzthalen [Salzdahlum], alwo die Kron Princeß von Brandenb[urg] [die Enkelin der Vorigen, Prinzessin Sophie Dorothea, Gemahlin des späteren "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. von Preußen, Mutter Friedrichs des Großen] gewartet wird. Von der Verordnung des consistorii in abolirung der entheiligung des Sabbahts mit denen Sauffgelagen habe biß dato nichts gehöret, auch nicht daß die landschafft dagegen protestiret. Dieses letztere wäre ja unerträglich, und unverandtwortlich, doch was kan man bey unß nicht entschuldigen? H[err] Abt Fabricius [s.u.] ist diese Meße auch bey mir logirt gewesen, er hat mir gesagt daß der Engelländer Declaration zu Rotterdamm dennoch gedruckt werde. Was will daraus werden? Nachdem Heinrichs frau gestorben, haben wir ihn und seine Kinder am halse, und wünschete woll daß ich ihm einen kleinen ruhigen Dienst, da er sein stücke brod von haben könte, verschaffen möchte, hier findet sich aber nichts. Auch stehen wir viel mit der fast kindischen alten Waasen aus. Gott wird unß ja aber herdurch helffen, und mir Nur meine liebe Frau erhalten ..."

Am Schluß geht Behrens auf die Heiratsabsichten des verwitweten Adressaten ein: "...

Waß sonst des H. Bruders Hauß Wesen betrifft, so Muß ich woll gestehen, daß ich nicht absehe, wie der H. Bruder ohne Gehülffinn seyn könne, wegen seiner kinder, besonders der tochter. Derowegen ich woll rahten wolte in Gottes Nahmen hierauff bedacht zu seyn, de persona aber behutsahm zu verfahren; die Vorschläge von weiten, seyn woll gut, allein ich bin mit dem H. Bruder eins, wer kennet sie, und ihre gemühter, und hier kömbts am meisten auff an. Auch ist es wahr einen refus hazardiret man nicht gerne, sonst deücht mir, die parthey auff dem Hartz mit der Wittwe M. wäre woll gut. Dieses habe ich aber dabey, daß einem Wittwer, der Kinder hat, nicht rahtsahm sey eine Frau mit gelde zu freyen, lieber eine von honnêtter famille die nicht viel hat ..."

Erwähnt ferner Anton Ulrichs Enkelin Elisabeth Christine, die Gemahlin des Prätendenten auf den spanischen Königsthron und späteren römisch-deutschen Kaisers Karl VI. ("die Königinn"); Behrens empfiehlt dem Adressaten, sich als evangelischer Geistlicher mit einem Gesuch nicht direkt an die zum Katholizismus übergetretene Fürstin zu wenden. - Der erwähnte evangelische Theologe Johann Fabricius (1644-1729), Professor in Helmstedt und Abt von Königslutter hatte die (vor ihrer Hochzeit mit dem Habsburger nötige) Konversion der braunschweigischen Prinzessin in einem theologischen Gutachten gerechtfertigt und musste auf Druck der lutherischen Orthodoxie seine Professur in diesem Jahr niederlegen.

Behrens war "verdient wegen seiner litterarischen Leistungen im Gebiete der Hygiene und Medicina forensis ... eine rühmende Erwähnung" (ADB).
EUR 420.00 (Bestell-Nr: 38290)
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Ruten- und Pendellehre.
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Benedikt, Moriz:
Ruten- und Pendellehre.
Wien und Leipzig, A.Hartleben Verlag, 1917, Kl.8°, XII, 110 pp., 1 Portrait, 8 Abbildungen, Halbleinenband der Zeit; mit eigenhändiger Widmung des Verfassers auf Portrait und Titel.
Erste Ausgabe - Wichtiges Widmungsexemplar - "Meinen eventuellen Fortsetzer in der Stahlungslehre Ferd. Scheminzky, Bendedikt"-.
Moriz Benedikt (1835-1920), der bekannte Wiener Neurologe beschäftigte sich schon sehr früh mit Hypnose und war einer der Ersten die Vorlesungen über Elektrotherapie hielten. Als Arzt betreuter er den österreichischen Kronprinzen Rudolf und empfahl Siegmund Freud an Jean-Martin Charcot (1825-1893).
In seinem "Leitfaden der Rutenlehre" vertritt Prof. Dr. Moriz Benedikt die Auffassung, das die Rute ein wichtiger Beleg für die latente Emanationslehre nach Reichenbach ist.
EUR 180.00 (Bestell-Nr: 40039)
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ADS - Eigenhändiges Rezept mit Unterschrift.
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Berres, Joseph B, Edler von Perez: -
ADS - Eigenhändiges Rezept mit Unterschrift.
(Wien) 1.IV.1840. 1 Seite 8°. Leicht gebräunt.
Joseph Berres, Edler von Perez (1896-1844), Anatom; Pionier der mikroskopischen Anatomie - Verordnung von Magnesiumkarbonat und weißem Zucker. "Täglich ad 1/0 nach Bericht zu nehmen".
EUR 60.00 (Bestell-Nr: 34834)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "J.B. Biot".
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Biot, Jean Baptiste: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "J.B. Biot".
Paris 28.VIII.1858. 3 Seiten gr.-8°. Mit blindgeprägten Initialen am Kopf. Tadellose Erhaltung.
Jean Baptiste Biot (1774-1862), französischer Mathematiker und Physiker; er führte den Begriff der spezifischen Drehung der Polarisationsebene ein und stellte mit Savart das Biot-Savartsche Gesetz für die Wirkung eines Stromes auf einen magnetischen Pol auf.
Galanter Brief an seine "très chère amie" Sophie Ducrest de Villeneuve, die Stieftochter von Georges Cuvier. Er unterbreche seine Arbeit an einem Vortrag vor der Akademie (den er ohnedies nicht mehr rechtzeitig fertig stellen könne), um ihr mitzuteilen, wie sehr er die "courage" bewundere, die sie jüngst bewiesen habe.

"... Cette attention de votre part m'a bien touché ... Je n'ai pas pu vous en remercier plutôt, m'étant plongé trop inconsidérement, dans un travail qui devait être lû Lundi prochain à l'académie mais, reconnaissant l'impossibilité où je suis de le terminer pour ce jour là, comme je m'y étais engagé, je quitte mon devoir pour mon plaisir, et je me mets à vous écrire. Votre description de cette nuit, de vos dangers, de vos dangers, de vos craintes, est effrayante, et il faut tout votre courage, pour avoir eu la force d'en epargner l'angoisse à ma vive amitié ... "

Madame Ducrest de Villeneuve ist in der Provinz zu einer Badekur, wo sie sich offensichtlich langweilt, aber Biot versichert ihr, dass sie in Paris nichts versäume: "Paris ... est désert. Vous n'y trouveriez pas même des ennuyeux, pour vous en amuser. Aux affreuses chaleurs qui nous accablaient, ont succedé des pluies torrentelles, qui font descendre sur nos têtes le froid et la grêle des nuages glacés. Nous n'avons, pour nous distraire, que des annonces d'ouragans, d'incendies, de tremblement de terre, d'inondations. Si nous n'avions pas la guerre de chine, de l'inde, le télégraphe transantlantique, et les récits des ovations politiques, nous péririons d'ennui ... "

Selten.
EUR 170.00 (Bestell-Nr: 24477)
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AMsS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift. (1967.)
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Brown, Herbert Charles:
AMsS - Eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift. (1967.)
10 pag. Seiten gr.-4° (festes Luftpostpapier), dazu 1 Seite Tabelle von fremder Hand. Geklammert.
Herbert Charles Brown (1912-2004), US-amerikanischer Chemiker englischer Herkunft, erhielt 1979 den Nobelpreis für seine Verdienste in der Entwicklung von Borverbindungen zu wichtigen Reagenzien in der organischen Synthese; er entdeckte die meisten der heute üblichen Reduktionsmittel für Aldehyde und Ketone, wie Natriumborhydrid oder Lithiumaluminiumhydrid.

"Reaction of Carbon Monoxide at Atmospheric Pressure with Trialkylboranes. A Convenient Synthesis of Trialkylcarbinols via Hydroboration".
Vollständiger wissenschaftlicher Artikel mit zahlreichen Formeln (Co-Autor Michael W. Rathke); Druckvorlage für das Journal of the American Chemical Society, 89 (1967), pp.2737ff. ). - Ein späterer - um ein Diagramm erweiterter - Abdruck des Artikels liegt bei.

Beiliegend Portraitphotographie.
EUR 400.00 (Bestell-Nr: 40359)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Burdach, Karl Friedrich: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Königsberg 24.XII.1822, Seiten gr.4°, minimal fleckig.
Karl Friedrich Burdach (1776-1847), Anatom und Physiologe; beschrieb den nach ihm benannten Strang des Rückenmarks. - An einen Buchhändler, vermutlich Georg Andreas Reimer, den Inhaber der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig, zunächst wegen einer Neuauflage seiner (1810 erschienenen) "Physiologie", dann über sein geplantes großes Werk "Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft" .

"Ew. Wohlgeboren / haben ... mir die Unthunlichkeit meiner Vorschläge in Betreff einer neuen Auflage der Physiologie bewiesen, und mich dadurch von einer Pflicht entbunden, deren Erfüllung mir sehr schwer geworden seyn würde ... Meine Physiologie ist ein halbschlächtiges Wesen, wie alle neuere Werke über diese Wissenschaft. Es ist kein Compendium, welches die bisherigen Forschungen in einen Brennpunct sammelt, die unbezweifelten Ergebniße scharf auffaßt, und sie mit größter Präcision und aphoristischer Kürze darstellt. Es ist aber auch kein Commentar, der mit erschöpfender Vollständigkeit Erfahrungen und Meynungen prüfend zusammen stellt, im Geiste kritischer Forschung die Wissenschaft bearbeitet und so zu gründlicher Kenntniß und Ueberzeugung führt ...

... mein Wille steht fest, zuvörderst mein größres Werk über die Physiologie heraus zu geben, indem ich es als ein Bedürfniß unsrer Zeit anerkenne. Da ich es für zweckmäßig halte, dasselbe jetzt anzukündigen, so wünschte ich, bald wegen des Verlags ins Reine zu kommen; und da Sie die diesfallsigen Bedingungen zu vernehmen wünschen, so theile ich sie Ihnen gegenwärtig mit.

1.)Die Auflage darf nicht stärker werden, als 500 Exemplare, damit bald eine neue Ausgabe sich erwarten läßt. Ich wünsche diese, weil ich voraus sehe, daß nach wenigen Jahren das Fortschreiten eigener und fremder Forschung, so wie auch das Erkennen der selbst bey größter Sorgfalt gelaßenen Lücken Zusätze und Berichtigungen nöthig machen wird. Ich hoffe sie aber, weil unsre Zeit kein ähnliches Werk aufzuweisen hat, und ich denke, daß das meinige sich wissenschaftlichen Aerzten und Naturforschern als unentbehrlich zeigen wird.

2.)Ich darf wegen des Umfanges nicht beschränkt seyn. Ich kann die Weglassung der anatomischen Beschreibungen, die Vermeidung aller Wiederholungen und Declamationen, und das Bemühen um Gedrängtheit des Styls verbürgen: allein bey der ungleichen Beschaffenheit meines Manuscripts kann ich noch nicht beurtheilen, ob es 6, oder 8, oder, was ich kaum glaube, 10 Bände geben wird.

3.)Der Druck muß schnell und ohne Unterbrechung vor sich gehen. Ich verpflichte mich, von Ostern oder spätestens von Michaelis 1824 an jährlich drey Bände zu liefern ... Ich halte dies für etwas nicht Unwesentliches, indem mir das zerstückelte Abfassen und Erscheinen größerer Werke ein Hauptgebrechen unsrer deutschen Literatur zu seyn scheint.

4.)Das Honorar - so hoch als es bey billiger Berücksichtigung aller Umstände möglich ist ..."

"Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft" erschien 1826-1840 in 6 Bänden bei Leopold Voß in Leipzig.
EUR 850.00 (Bestell-Nr: 42734)
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ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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Burgerstein, Leo: -
ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Wien 6.IX.1889. Mit Absender-Stempel. Geknickt.
Leo Burgerstein (1853-1928), Hygieniker - An den Mediziner Paul Schubert in Nürnberg.

"... Bin natürl. mit der Münchener Medic[inischen] W(ochenschrift) vollkommen einverstanden. Könnte man vielleicht seiner Zeit ein Expl. der betr. Nummer haben? ...
Ihre Erwiederung für Schm. habe ich bisher nur flüchtig lesen können u. hat mir dieselbe sehr gut gefallen ... Für das Hyg. Lexicon arbeite ich bis jetzt nicht ..."
EUR 35.00 (Bestell-Nr: 34837)
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ALS - 6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Marburg 28.I.1834 bis 12.X.1836.
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Bünger, Christian Heinrich: -
ALS - 6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Marburg 28.I.1834 bis 12.X.1836.
Mit 4 gesiegelten Umschlägen, 2 Briefe mit Siegel(resten) und Adresse. Sehr gut erhalten.
Christian Heinrich Bünger (1782-1842), Chirurg und Anatom, Begründer der Marburger Anatomischen Sammlung, auch ein "geschickter und kühner Operateur" (Hirsch).
An seinen Schüler, den Anatomen und Chirurgen Benedict Stilling (1810-1879, hörte 1828-1831 bei Bünger) in Kassel, mit dem er sich über Fachfragen austauschte.

28.I.1834. Dank für Stillings "Schrift über die Gefäßdurchschlingung".

"... Sollte Ihre Methode wie natürlich, auch keine so allgemeine Anwendung finden können, wie die Unterbindung, schon dadurch, daß sie mehr mechanisches Geschick von Seiten des Operateurs voraussetzt, so wird die Idee doch immer sehr gefallen ... und nie wieder ins Vergessen kommen ...Bei den Untersuchungen der Trombus Bildung welche ich an Thieren ... mit meinen Prosectoren fortsetze, bedienen wir uns auch bald Ihrer, bald anderer Methoden.

Nicht umhin kann ich aber Sie mit einer neuen Verschließungs Art der Arterien bekannt zu machen, welche sehr leicht ausführbar, und mit welcher ich schon an einigen Schaafen geglückte Versuche gemacht ..." - Es folgt eine ausführliche, mit drei kleinen Zeichnungen illustrierte Beschreibung seiner neuen Methode unter Verwendung von "Gummi elasticum". Sektionen würden zeigen, ob das Material "verdaut wird, oder ob weitere interessante Erscheinungen wie bei nach außen vorgenommenen Transplantationen sich ergeben ..."

8.V.1834. "... Mit Vergnügen habe ich Ihre mir gnädigst mitgetheilten Ansichten über die Metamorphosen des Trombus welche sich in Folge Ihrer neuen Gefäß Schließung neben bei ergaben ... Es ist dies allerdings ein Gegenstand welcher noch rechtgenaue Aufmerksamkeit weil er über manches andere mit Aufklärung giebt, verdient. Mit Ihnen kann ich nur ganz einverstanden sein, dass nach den ersten Veränderungen welche der Trombus durch einen gewissen Verdauungs Proceß erfährt später auch wirklich Blut und Gefäßbildung auf eine kurtze Zeit während seines Blüthe Zustandes darinn anzunehmen und diese bei recht glücklichen Injectionen de vasa vasorum darinn zu entdecken sein möchten ..." Es folgen Beobachtungen, die er vor Jahren bei einer Sektion nach einem Fall von "Aneyrisma aortae" gemacht habe.

9.VIII.1834. "... Es thut mir sehr leid daß ich Ihnen auf Ihr dringendes Ansuchen: doch schnell die Resultate von den von mir vorgenommenen bekannten Untersuchungen einzuschicken, wegen einer drei wöchentlichen bedeutenden Krankheit ... nur kurz erwiedern kann: daß ich vor dem 20 Aug., an welchem Tage ich ... eine öffentliche Vorlesung in der naturforschenden Gesellschaft, wegen dem Geburtsfeste unsers Regenten, halten soll, an nichts weiter als an meine sich ungeheuer drängenden ... Geschäfte denken kann ..."

8.IX.1834. "... Sehr lieb würde es mir sein wenn ich Sie bei meiner Durchreise durch Cassel am nächsten Donnerstag Morgen ... auf ein Stündchen sprechen, Ihnen gewisse Präparate in natura zu eigener Prüfung vorzeigen ... könnte.

Nur durch mündliche und gemeinschaftliche Untersuchung werden wir uns hinreichend darüber verständigen können ob schon für jetzt Gebrauch von dieser Sache zu Ihrem Zweck zu machen sein wird, oder nicht.

Da mir von jetzt an die interimistische Direction der Thier Arzney Schule übertragen ist so werde ich nach meiner Reise weitere und genauere Versuche durch feine Injectionen anstellen ..."

20.XII.1834. "... Herzlichen Dank für Ihr mir gesendetes interessantes Buch und für die darinn mir erzeugte Ehre; wie auch für die freundschaftliche Aufnahme und Bewirthung meiner Frau mit mir in Ihrer Behausung beim Antritt unserer Reise nach Hamburg ..." Es folgt ein ausführlicher Bericht von seinem Besuch des Hamburger Spitals, wo er bei seinem "Landsmann Frike" (Johann Karl Fricke, 1790-1841) hospitiert habe. "... Das auffallendste ... ist mir gewesen, daß Frike seit mehreren Jahren gar keine Ligatur bei den häufig vorkommenden und bei Amputationen zu machenden Gefäß Verletzungen mehr vorgenommen, sondern nur unter allen Umständen die Torsion und zwar immer glücklich gemacht haben will ... So wie Fricke die Torsion mir ... an Leichen zeigte mit seiner Pinzette gemacht, konnte ich nicht anders als großes Zutraun dazu gewinnen ... Seine Pinzett scheint mir hierzu ganz zweckentsprechend und die sichere Art der Ausführung nur hiervon abzuhängen ..."

Fricke hatte als erster in Deutschland die Torsion mit einer von ihm eigens entwickelten Pinzette durchgeführt und 1830 in seinem Artikel "Über die Torsion" (Rust Magazin, 32: pp. 468-475) beschrieben.

12.X.1836. Dank für die Vermittlung von Abgüssen eines "Orang utang Schädel" und "richtigen Menschenschädeln" aus Paris sowie mit der Bitte um die Weiterbehandlung einer "Stein Patientin", deren Fall er eingehend schildert.

Mit einem von Stilling beschrifteten Umschlag "Correspondenz mit Hofrath Bünger zu Marburg".
EUR 2100.00 (Bestell-Nr: 39818)
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ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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Bäumler, Christian: -
ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Freiburg i.Br. 17.II.1906. Adressseite mit Bleistiftnotizen (Berechnungen).
Christian, Kliniker Bäumler (1836-1933) - An den Anatomen und Pathologen Friedrich Daniel von Recklinghausen in Straßburg.
"Sehr geehrter Herr Doctor!
Unsere Briefe haben sich gekreuzt. Indem ich Ihnen für den Ihrigen bestens danke, ersuche ich Sie, einen Ihrer neuen Blutdruckapparate an die 'Medicin. Klinik' hier nebst Rechnung, auf dieselbe ausgestellt senden lassen zu wollen. Für die Gebrauchsanweisung bin ich Ihnen sehr dankbar. Mit vorzügl. Hochachtung ergebenst
Prof. Dr. Bäumler, Geh. Rat."

This signed autograph card, is an interesting document for the history of Blood Pressure Measurements in Germany and for the history of distribution of this instruments in this pioneer days. The well known Prof. Christian Bäumler, Dir. of the Medical University Clinic in Freiburg/Breisgau, is ordering personally in February, 1906, for the Medical Clinic, the new Recklinghausen Blood Pressure Apparatus from Heinrich v. Recklinghausen himself, with instruction to send the invoice on behalf of the clinic and thanks Rechlinghausen for the instructions of use of this apparatus.
For Christian Bäumler see Hirsch I, p. 257f., Garrison & Morton No. 2772 (Pericarditis epistenocardiaca described (1872))
EUR 80.00 (Bestell-Nr: 34829)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Carpenter, William Benjamin: =
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Bristol, 22.III. (1842). 3 3/4 Seiten 8°. Kleiner Leimfleck auf der vierten Seite, unterhalb des Textes.
William Benjamin Carpenter (1813-1885), englischer Physiologe und Rechtsmediziner, beschrieb 1852 erstmals den nach ihm benannten ideomotorischen Effekt, führte ab 1868 auch Tiefseeforschungen durch. - An den Medizinverleger John Morss Churchill (1801-1875) über Kritik an seinem in diesem Jahr erschienenen Werk "Principles of Human Physiology".

"... I am very sorry to learn that Mr. North finds fault with the Hum. Phys., I cannot understand why, except it be that the Physiology of Generation is not treated as fully as he condiders it ought to be. But I have stated my reason . for not going into the details of many parts of that subject, - viz. that they are of no practical benefit to the student. On some parts of it, however, my book contains later information than has yet appeared in print. I shall be glad if you can find out from him what parts he deems unsatisfactory - I have been going through the greater part of it as the text of my Lectures since I have completed it; and I feel sufficiently well pleased with the mode in which I have done it . I have had a very kind mention from Paget, who speaks of it as 'in almost every respect what the English student needs and as likely to supersede all previous works for general use' ."
EUR 240.00 (Bestell-Nr: 44241)
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ALS - ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschirft, Dresden 1.VIII.1830.
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Choulant, Johann Ludwig: -
ALS - ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschirft, Dresden 1.VIII.1830.
Dresden 1.VIII.1830, 1 Seite, klein 4°
An Ignaz Rudolph Bischoff (Edler von Altenstein) (1784-1850) dem er seine Ausgabe von Girolamo Fracastoros Gedicht über die Syphilis sendet.
"Hochgeehrtesterr Herr College,

Im Vertrauen auf Ihre mir so oft bewiesene gütige Theilnahme an mir und meinen Arbeiten erlaube ich mir Ihnen beifolgend die kleine Ausgabe des Gedichtes von Fracastoro zu überreichen, mit der Bitte, dieselbe als ein kleines Zeichen meiner aufrichtigen Hochachtung aufzunehmen. In den südlichen Ländern, in welchen Sie zu wirken so glücklich sind, schätzt man bisweilen Arbeiten dieser Art noch etwas mehr als im nördlichen Deutschland; es hat dies erst neulich noch das Budik'sche Werk bewiesen, welches ich leider zu dieser Ausgabe nicht benutzen konnte.

Mit vorzüglichster Hochachtung u. Ergebenheit

Der Ihrige
Choulant"

Die Adresse lautet: "Sr. Hochwohlgeboren / dem Herrn Professor D. Bischoff / K.K. Rath u. Stabsfeldarzt / in / Wien"; darunter der Vermerk "nebst einem Büchlein Fracast syphil."
EUR 220.00 (Bestell-Nr: 34374)
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ACS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Claus, Carl: -
ACS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Marburg, 9.III.1867, 4 Seiten gr.-8°.
Carl Friedrich Wilhelm Claus (1835-1899), Zoologge - An Johann Jakob Kaup (1803-1873) in Darmstadt.
"Hoch geehrter Herr Professor!
Sie werden mir gewiß, hochgewehrter Herr, gütigst verzeihen, wenn ich, obwohl Ihnen persönlich unbekannt, es wage, Sie in Angelegenheit meines Institutes mit einer Bitte zu belästigen. Das hies. zool. Institut, dessen Leitung ich nach dem Tode Herold's übernommen habe, ist, wie Sie wahrscheinlich durch Collegen Dincker wissen, in ziemlich traurigen Verhältnissen mit überkommen, und ich habe seit vier Jahren unaufhörlich mich bemüht, dem Institute erst einmal die Basis zu geben, auf der sich weiter bauen läßt. da neuerdings nach langem Kampfe endlich auch die vergl. anat. Sammlung mit der zoologischen vereinigt worden ist, so läßt sich hoffen, daß sich allmählig eine für die Lehrzwecke genügend ausgestattete Anstalt nach dem Vorbilde des Gießener Institutes herstellen lassen wird. Vor allem aber bedarf ich eines tüchtigen sowohl als Ausstopfer und Skeletirer wie (auch) Conservator tauglichen Gehülfen und ich wende mich an Sie mit der ergebensten Bitte, mir bei der Wahl eines solchen behülflich zu sein, mich durch ihre reiche Erfahrung gütigst zu unterstützen. Ich würde dem Gehülfen eine ganz ähnliche Stellung geben können, wie sie Leuckart dem seinigen verschafft hat, 200 r. Fixum und daneben je nach den Leistungen eine größere oder geringere Renumeration bis zu 50 r. Herr College Dunker hat mich vornehmlich auf einen jungen Mann aufmerksam gemacht, der in ihrem Institute ausgebildet worden ist, da ich jedoch nicht wußte, ob Sie denselben gern ziehen lassen, habe ich dem Mann die Stelle nicht angetragen. Der Schmidt aus Offenbach würde vielleicht auch tauglich sein, doch verlangt derselbe ein Gehalt von 302 r. jährlich, den ich ihm nicht geben kann. Vielleicht sind Sie so freundlich, mir Ihren geschätzten Rath zu geben, beziehungsweise (eine) qualificirte Person dem Institute zu verschaffen.
Hochachtungsvoll,
Ihr ergebenster C Claus"
EUR 240.00 (Bestell-Nr: 34883)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Clemenceau, Georges: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Paris, 23.XII.1926 1 Seite gr.-4°. Minimal fleckig, kleiner Randeinriss.
Georges Clemenceau (1841-1929), französischer Mediziner und Staatsmann, Vertreter der äußersten Linken in der III. Republik,1906-09 und 1917-0 Ministerpräsident.
An den französischen Botschafter in den USA, den er um eine erneute Sendung von "amerikanischen" Insulin bittet, welches bei ihm gut angesprochen habe.

"Mon cher Ambassadeur et ami,

L'Insuline américaine m'a si bien réussi que j'en voudrais une autre boite. Puis-je m'adresser à l'hôpital Américain, ou faut-il que je vous ennuie à nouveau de cette affaire ? Soyez assez aimable pour me renseigner. Mais n'oubliez pas qu'il ne peut etre question de cadeau. Je ne veux pas d'un surcroit de querelle avec votre ami Baruch.
Avec mes remerciements anticipés
Tout à vous
GClemenceau".

Seltenes Autograph, in unsicherer Altersschrift.

Baruch: der amerikanische Staatsmann Bernard Mannes Baruch, 1870-1965.

Das Insulin war 1921 von den kanadischen Medizinern F.G. Banting und C.H. Best entdeckt worden.
EUR 250.00 (Bestell-Nr: 36744)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Johannisbad (Riesengebirge) 8.VI.1881. 2 Seiten gr.-8°.
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Czerny, Vincenz v.: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Johannisbad (Riesengebirge) 8.VI.1881. 2 Seiten gr.-8°.
Gedruckter Briefkopf mit Czernys Heidelberger Adresse. Gering fleckig, kleine Randeinrisse.
Vinzenz von Czerny (1842-1916), Chirurg; Gründer des Instituts für experimentelle Krebsforschung in Heidelberg - Aus den Sommerferien an einen Mediziner, der sich um eine Assistentenstelle an der Chirurgischen Klinik in Heidelberg beworben hatte.

"Hochgeehrter Herr Doctor!

Ich muß gestehen, daß ich schon lange daran zweifelte, ob Sie noch auf eine Stelle an meiner Klinik reflectiren u. weiß nicht, ob Sie sich noch in dem ruhigen u. doch so bewegten Hafen einer chirurg. Klinik wohl fühlen würden. So habe ich erst zu Ostern an Stelle des ausscheidenden Dr. Gaspey Herrn Dr. Heuck, der vorher Assistent bei Friedreich war, in die Klinik aufgenommen. Am 1. Dez. 1881 wird voraussichtlich eine Stelle wieder zu besetzen sein, da meine 2 klinischen Assistenten mit 1300 stabilen Kranken nicht fertig werden können, und deßhalb ein 3. angestellt werden dürfte.

Sollten Sie noch auf die Stelle reflectiren, so werde ich an Sie denken, muß jedoch bemerken, daß die Anciennität der Anmeldung nicht allein maßgebend sein kann für die Wahl.

Mit freundlichem Gruße
Ihr ergebenster
Dr Czerny"
EUR 180.00 (Bestell-Nr: 34858)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift.
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Dieffenbach, Johann Friedrich: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterchrift.
Ohne Ort une Datum (Berlin, nicht vor 1824). 1 Seite quer-4°. Mit Adresse. Leicht fleckig, fachmännisch gereinigt und geglättet.
Johann Friedrich Dieffenbach (1792-1847), Chirurg; Wegbereiter der plastischen Chirurgie, machte sich um die Bluttransfusion verdient und führte mit seiner Abhandlung "Der Äther gegen den Schmerz" von 1847 die Äthernarkose in Deutschland ein. -
An Dr. Frankl (der Badearzt Josef Adam F, 1803-1877?) im Hôtel de Saxe.

"Lieber College / Ich übersende Ihnen den Brief nach Riga und empfehle Ihnen denselben. Meine Schwiegermutter heißt Frau Director Henry. Ihr Mann ist todt, er war Franzose und Prediger der französ. Gemeinde hier / Leben Sie wohl / Ihr ergebenster Freund / Dieffenbach"
EUR 240.00 (Bestell-Nr: 39828)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Wien, 21. August 1878.
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Dumreicher, Johann Heinrich v.: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Wien, 21. August 1878.
4 pp. 8°.
Sehr schöner und seltener Brief.
An einen Kollegen über die bei einem gemeinsamen Patienten getroffenen Maßnahen, der "die Besorgnis geisteskrank zu werden" geäußert hatte.
"... Patient hat im Laufe der letzten Jahre mehrere Stürze vom Pferde, den letzten vor wenigen Wochen, einen Sturz auf dem Kopf erlitten, lebt einestheils wie ein Sportsmann, arbeitet aber zugleich, und hatte im verfloßenen Jahe aufregende Gemüthsbewegungen ..." Er habe Bettruhe und kalte Umschläge verordnet, "innerlich gab ich ihm das Elix. acid. Halleri, gestattete nur zwei Cigarren... ".
Johann Heinrich von Dumreicher (1815-1880), in Wien ausgebildet und 1838 promoviert, wurde er bei Wattmann Assistent und 1846 Primarchirurg. Als Schuh für Wattmann eintrat, übernahm Dumreicher die zweite chirurgische Klinik. Ganz hingegeben der Lehraufgabe, hat Dumreicher nur wenige größere Arbeiten veröffentlicht, so die über Hüftgelenkluxationen, über einen Eisenapparat zur Verwendung bei Knochenbrüchen, über Wundbehandlung. Nach dem Kriege von 1866, in welchem er sich die volle Zufriedenheit der österreichischen Behörden erwarben, trat er gegen Langenbeck polemisch auf und schrieb 1877 gegen das moderne Unterrichtswesen. Lange herzleidend, starb er 1880 auf seinem Landgute bei Agram. -cf. Hirsch II, p.236
EUR 220.00 (Bestell-Nr: 25058)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Zürich 19.VIII.1849.
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Engel, Joseph: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Zürich 19.VIII.1849.
2/3 Seiten gr.-8°. Mit Blindsiegel und Adresse; beigelegt Briefentwurf Franz Dittrich, Ende Oktober 1850, 2 Seiten 8°.
Josef Engel (1816-1899), pathologischer und topographischer Anatom - Früher Brief an Franz Dittrich, damals Prosektor in Prag. - Dittrich hatte sich Hoffnungen auf den Prager Lehrstuhl für pathologische Anatomie gemacht, auf den Engel kürzlich berufen worden war. - Beide kannten sich bereits aus Wien, wo Engel 1840-44 Assistent für pathologische Anatomie gewesen war und Dittrich nach seiner Promotion in Prag (1841) seine Studien fortgesetzt hatte.

"Es freut mich, verehrter College, daß Sie Ihre freundschaftlichen Gesinnungen gegen mich, keinen Augenblick geändert haben, ungeachtet dieß sehr begreiflich gewesen wäre, da durch meine Berufung Ihnen jedenfalls entgegengetreten wurde. Ich hoffe auch daß unser collegiales Verhältniß keine Störung erleiden wird. Zugleich freut es mich Ihnen mittheilen zu können, daß man daran denkt, Sie nach Würzburg für pathol. Anatomie zu berufen, indem Virchow nicht angenommen wurde. In 6 - 8 Wochen hoffe ich Sie in Prag zu sehn.
Mit freundschaftlichem Gruss
Ihr JosEngel."

Wie gestört das kollegiale Verhältnis schließlich gewesen sein muß, geht aus dem folgenden Stück hervor:

Dittrich, Franz, anatomischer Pathologe und Kliniker, 1815-1859. Eigenhändiger Briefentwurf mit Unterschrift. Prag, Ende Oktober 1850. 2 Seiten 8°.

Unmittelbar vor seinem Weggang nach Erlangen (wohin er als Professor für klinische Medizin berufen worden war) an Josef Engel.

"Herr Professor!
Ich kann nicht Prag verlassen, ohne zu Ihnen einige Worte gesprochen zu haben. Zuvörderst seien es Worte des Dankes für den gewiß nicht geringen Einfluß, den Sie auf meine medizinische Ausbildung während meines Aufenthaltes in Wien ausgeübt haben. Er machte mich für meine Lebenszeit Ihnen verbindlich, und ich scheide mit dem Selbstbewußtsein aus meiner Heimath, daß ich dieser Pflicht stets eingedenk mich nie einer Handlung zeihen kann, die diesem Pflichtgefühl widerspräche. Ich hatte als Assistent und habe jetzt noch dieselben freundschaftlichen Gesinnungen gegen Sie wie früher, daß sie von Ihnen nicht erwidert wurden, lag nicht an meinem Betragen, sondern darin, daß Sie meiner Freundschaft nicht trauend, dem Geschwätze von Menschen Ihr williges Ohr liehen, die ich schon längst ihrem Charakter nach verachtet hatte. Ich mußte leider aus Ihrem Benehmen gegenüber meinem redlichen Willen und Handeln entnehmen, daß ich nie Ihr Freund war. Freunde handeln auf andere Weise. Wie sehr mich Ihr manchmal herabwürdigendes Benehmen ergriffen und gekränkt, konnte ich Ihnen nie sagen, Sie hätten dies Gefühl so nie verstanden (...) Das körperliche und geistige Gedrücktsein meiner Lage als Assistent zwang mich in der letzten Zeit, gar dieselbe (Anstalt) zu verlassen.
Denken Sie von mir, was Sie wollen, aber dies kann ich Sie versichern, daß Sie einen Freund von sich gestoßen haben, der stolz war, es zu sein / Dittrich". - Mit zahlreichen Streichungen und (grammatisch nicht immer integrierbaren) Einschüben; die für einen Entwurf typischen Abkürzungen sind in der Transkription aufgelöst.
EUR 260.00 (Bestell-Nr: 34854)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Berlin 18. VIII. 1810.
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Erman, Paul: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Berlin 18. VIII. 1810.
2/3 Seiten Klein-Folio. Mit Siegelspur und Adresse. Leicht fleckig.
Paul Erman (1764-15), Physiker, bedeutender Experimentator. - An "Monsieur Humbert" vom Bureau d'adresses in Berlin, den er um eine Abrechnung bittet.

"... Il m'importerait de savoir et de recevoir ce qui peut encore entrer dans ma caisse en sus de ce que j'ai recu.

Je suis egalement pressé par la Chambre des Comptes de produire la piece justificative de la recette de l'année dont le compte n'a pas ete rendu ..."

In diesem Jahr übernahm Erman den Lehrstuhl für Physik an der neugegründeten Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.
EUR 320.00 (Bestell-Nr: 36291)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Eulenburg, Albert: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Berlin 12.IV.1915. 2 Seiten quer-8° (Briefkarte). Mit gedrucktem Briefkopf.
Alber Eulenburg (1840-1917), Mediziner und Sexualwissenschaftler. - An den Neurologen Ludwig Edinger (1855-1918) in Frankfurt a.M., dem er zum 60. Geburtstag gratuliert.

"Hochgeehrter Herr Kollege.

Eben erfahre ich von Ihrem bevorstehenden 0 Geburtstage, und wünsche Ihnen dazu so viel Glück, als man es in diesem absteigenden Schenkel der Lebenskurve nur überhaupt zu erwarten und zu erleben hoffen darf ...

Dank für S(onder) A(bdruck) zur Methodik in d. Tierpsychologie."

Edinger war einer der Gründer der Frankfurter Universität und hatte den ersten Lehrstuhl für Neurologie in Deutschland inne.
EUR 80.00 (Bestell-Nr: 38286)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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Feist, Franz: -
ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
Poststempel: Homburg v.d. Höhe 5.VIII.1891. Leicht fleckig.
Franz Feist (1864-1941), Chemiker. - An Frau Professor Klebs, die Ehefrau des Mediziners Edwin Klebs in Zürich, deren Hausgast er gewesen war.

"Sehr verehrte Frau! Am nächsten Freitag (7. ds.) Vormittags werde ich mir erlauben, in Ihrem Hause vorzusprechen, um meine Sachen zusammen zu packen und fortzutransportieren. Hoffentlich verursache ich Ihnen dadurch keine Störung. Ich werde im Hotel wohnen.
Hochachtungsvoll u. ergebenst
franzfeist."

Franz Feist hatte 1886 in Straßburg promoviert und sich 1890 an der TH Zürich habilitiert. 1894 habilitierte er sich an der Universität Zürich und war ab 1896 nebenamtlich Lehrer der Chemie an der Tierarzneischule in Zürich. Am 15. Januar 1901 habilitierte F. Feist sich in Kiel, wo ihm am 10. Mai 1902 der Titel Professor verliehen wurde. Am 12. Juli 1913 wurde er Abteilungsvorsteher am Chemischen Institut, Ende des Jahres a. o. Professor und am 20. August 1921 o. Professor für Chemie, wo er bis zum 1. Oktober 1929 wirkte. Danach siedelte er nach Bonn über.
EUR 40.00 (Bestell-Nr: 36761)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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Franke, Georg:
TMs - Manuskript - Auflösungsvermögen und Bildgüte.
1959/60, 4°, original Schreibmaschine, 5 pp., mit Korrekturen, 3 große Tafeln und 4 eingeklebte orig. Fotos.
Beigelegt der Sonderdruck "Auflösungsvermögen und Bildgüte" Von Georg Franke, ELeitz GmbH, Wetzlar, Sonderdruck, Die Umschau, 1960/5, pp.136-138
EUR 85.00 (Bestell-Nr: 38146)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Georgii, Wilhelm August:
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Tübingen 17, August 1817, 4 °, 3 Seiten mit Adresse; öffnungsbedingter Randfehlstelle.
Schwäbischer Revoluzzer und Asperg-Insasse.

An das königliche Oberamt zu Calw, dem er den Taufschein des Kindes der Maria Christiane Bachmaier aus Stammheim sowie die Abschrift des Attests überschickt, mit dem diese in die "hiesige Gebähranstalt" eingewiesen wurde. Auf der zweiten und dritten Seite finden sich die eigenhändigen Notizen des Oberamtmanns Friedrich Braun, der dem Calwer Oberamt von 1808 bis 1827 vorstand, zum vorliegenden Fall.

Georgii, Wilhelm August (1789-1819), schwäbischer Mediziner und Revoluzzer. Georgii, Sohn eines Pfarrers aus Degerloch, studierte zunächst Theologie in Tübingen und seit 1808 Medizin. 1816 wurde Georgii ordentlicher Professor der Chirurgie und Geburtshülfe und damit zugleich Direktor der "Chirurgischen und geburtshülflichen Klinik an der Universität zu Tübingen". Als Antrittsvorlesung hielt er "Zwey Vorträge, über den Begriff von Chirurgie und Geburtshülfe und die Bedingungen ihrer Ausübung", in denen er sich u.a. mit der Frage befasste, ob "die Geburtshülfe den Weibern anvertraut werden" solle. Neben seinen medizinischen und wissenschaftlichen Leistungen ist Georgii v.a. als studentischer Sozial-Revoluzzer und Insasse des Hohenasperg bekannt geworden. Als Student gründete Georgii 1806 gemeinsam mit dem Naturforscher und Industriellen Karl Ludwig Freiherr von Reichenbach und dem Botaniker Christian Ferdinand Friedrich Hochstetter die "Otaheiti-Gesellschaft", einen von Cooks Reisebeschreibungen inspirierten Geheimbund, der, die Verhältnisse in Europa anprangernd, die Auswanderung und Errichtung einer Kolonie auf Tahiti anvisierte. Nachdem der Bund bei den Autoritäten denunziert worden war, wurden die Gründer und einige der Mitglieder der Gesellschaft gefangengesetzt: Georgii erhielt wegen "lebhaft geäusserter Abneigung gegen die politische Verfassung Europas" vier Wochen Festungshaft (cf. Horst Brandstätter, Asperg: Ein Deutsches Gefängnis, Berlin 1978, 52)

Briefe von Wilhelm August Georgii (1789-1819) sind im Autographenhandel äußerst selten!
EUR 480.00 (Bestell-Nr: 43994)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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Gerhardi, Karl August: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Cannero (Novara, Italien) 1.IX.1913, 1 Seite gr.4°, mit faksimiliertem Namenszug als Briefkopf.
Karl August Gerhardi (Pseudonym Fritz Müller Cannero), 1864-1944, westfälischer Arzt und Dichter. - An eine befreundete Dame (Frau Emanuel), die er dringend um Unterstützung bittet in seinem Versuch, seine Schwester Mary aus einer unglücklichen Verbindung mit Robert Schwarzfischer, dem Vater ihres Kindes, zu lösen.

"... Eine Gesundung der Verhältnisse auf anderem Wege ist undenkbar - leider. Und ich versichere Ihnen wiederholt und herzlich: Mary wird bei uns wieder ein voller Mensch werden. Sie soll froh bei uns werden. Die Lebensbetätigung, die sie bei uns fände, ist gerade das, wonach sie sich so lange sehnte ..."
EUR 45.00 (Bestell-Nr: 36752)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
ADS - Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift.
Berlin 17.X.1889. 1 Seite gr.8°. Geruckter Briefkopf. Leichte Wischspur, Rasur.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - Ärztliche Bescheinigung für einen Patienten (Nachname radiert).

"... Er sollte starke körperliche Anstrengung vermeiden, der Aufenthalt in einer Gebirgsgegend wird nützlich sein."
EUR 50.00 (Bestell-Nr: 39825)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
ALS - 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift.
Berlin 2.XI. und 1901. 7 1/2 Setien 8°. Gedruckte Briefköpfe.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An einen österreichischen Kollegen, den er im Namen des "Constituirungs-Comités des internationalen Zentralbüreau's zur Bekämpfung der Tuberculose" mit der Bitte, bei der Einrichtung einer entsprechenden Komitees in Österreich mitzuwirken.

"... Hier arbeiten v. Leyden, B. Fraenkel und ich ganz friedlich nebeneinander für die Sache. Sollte das nicht auch mit v. Schrötter und Nothnagel in Wien möglich sein? ..."
EUR 280.00 (Bestell-Nr: 39826)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Würzburg, 15.XII.1878. 3 Seiten gr.-8°.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An einen Kollegen (den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig) wegen Beiträgen zu dem von ihm herausgegebenen "Handbuch der Kinderkrankheiten", bei denen es zu Themenüberschneidungen gekommen war.

"... Die Confusion ist nun einmal da, wir können nicht viel daran ändern, je mehr man verbessern will um so toller wird die Geschichte.

Wir drucken ruhig alles was Sie geschrieben haben und was Monti geschrieben hat. Ich bitte nur lassen Sie die Speckniere weg ..."
EUR 260.00 (Bestell-Nr: 39823)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Würzburg, 27.IV.1875. 1 Seite gr.-8°. Mit geprägten Initialen. Mit frankiertem Umschlag.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig.

"... Von der Rede, nach der Sie fragen, besitze ich zu meinem Bedauern keinen einzigen Separatabdruck mehr. Sie ist erschienen in der Würzburger medicinischen Zeitschrift Band III 1862 S. 235 ..."
EUR 120.00 (Bestell-Nr: 39821)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Würzburg, 27.VII.1876. 2 Seiten gr.-8°. Mit geprägten Initialen. Mit gesiegeltem Umschlag.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - An den Chirurgen Benno Schmidt in Leipzig, der ihm einen Patienten überwiesen hatte.

"... Die rechtss[eitige] Stimmbandlähmung und Zungenatrophie lässt mir keinen Zweifel darüber, dass der Tumor hinter dem Ohr bis zu den Halswirbeln reicht, vielleicht selbst bis in den hintersten Theil der Schädelhöhle ..." Er empfiehlt die Injektion von Jod- und Arsenikverbindungen in die Geschwulst.
EUR 180.00 (Bestell-Nr: 39822)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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DS - Schriftstück (handschriftlich ausgefüllter Vordruck) mit Unterschrift.
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Gerhardt, Carl: -
DS - Schriftstück (handschriftlich ausgefüllter Vordruck) mit Unterschrift.
Berlin 1.IV.1889. 1 pp. quer-8°.
Carl Gerhardt (1833-1902), Kliniker und Laryngologe, diagnostizierte den Kehlkopfkrebs bei Kaiser Friedrich III. - Von Gerhardt als Rektor der Berliner Universität unterzeichnete Quittung für den Juristen Adolf Stölzel (1831-1919) über dessen Spende "zu den Freitischen für dürftige Studirende" in Höhe von 6 Mark.
EUR 65.00 (Bestell-Nr: 39824)
inkl. gesetzl. MwSt, zzgl. Versandkosten


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ACS - Eigenhändige Zeichnung des Schaltplans des ersten Herzschrittmachers von 1958 mit Kugelschreiber, mit eigenhändiger Unterschrift, ohne Ort und Datum.
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Greatbatch, Wilson:-
ACS - Eigenhändige Zeichnung des Schaltplans des ersten Herzschrittmachers von 1958 mit Kugelschreiber, mit eigenhändiger Unterschrift, ohne Ort und Datum.
Auf beigefarbenem Feinkarton.
Blattfüllende Schaltskizze seines Herzschrittmachers von 1958; eigenhändig bezeichnet: "1958 heart pacemaker". - Auf einem von einem Autographensammler eingesandten Vordruck geschrieben.
The 1958 original Circuit diagram drawn and signed by the inventor of the artificial pacemaker - Wilson Gtreatbatch.
It is different from the 1960 published circuit, which was built with +8V, 47 K, and 4 MF .

Artificial Pacemakers -
The association of death with absence of heartbeat had been an observation as old as the human race. The linking of bradycardia with cardiac syncope was made by Adams in 1827 and Stokes in 1846, at the end of a fairly impressive series of observations. The need to support the heartbeat seems intuitive, and the possibility of doing this by electrical discharge was recommended as early as 1809 by Allan Burns.
In 1912 Erlanger, using a platimum electrode through the chest wall, experimented in resuscitation of the arrested heart by stimulation. Wiggers in 1925 paced the ventricles by electrical stimuli. In 1932 Hyman reported on an portable artificial pacemaker.
During the 1940s, cardiac catheterization was developed, and the step of transvenous catherterization for ventricular parcing was reported by Callagham and Bigelow in 1951. In 1952, Zoll used an electrical system to pace the human heart through the intact chest wall. This method was effective but painful and was not used for prolonged stimulation. Prolonged use of a catheter for heat block, but with an external power source, was reported in 1858 (Furman, S. & Robinson, G.). In 1960, Chardack, Gage and Greatbatch reported "A transistorzized, self-contained-implantable pacemaker for the long-term correction of complete heart block (Surgery 49:643-654, 1960). From this time on the improvements were those that prolonged battery life, produced "foolproof" electrodes, developed dual-chamber sensing and stimulation, and created sophisticated circuits to be adjusted by transthoracic methods. The developments in this area have revolutionized cardiology and produced a growing industry.
Dr. Wilson Greatbatch, the inventor of the implantable pacemaker, was born in 1919 in Buffalo. Already as a young boy he showed high interest in technical developments. Later, as an engineer he worked on medical-technical instruments. The technical possibility to give new strength to a weak heart through electrical impulses has kept him occupied day and night, recalls Greatbatch. It was in an old barn where he began with the construction of the pacemaker.
The inventing of the pacemaker was a highly complicated matter. "Back then I had to solve the problem how to reduce an electronic apparatus in the size of a kitchen cabinet to the size of a baby's hand, in order to be able to be able to implant this pacemaker into the chest," reports Greatbatch.
On May 7, 1958 his scientific team accomplished the pioneering breakthrough. In a painless animal experiment a pacemaker was implanted into a dog. In October of the same year, his friend Dr. Ake Senning in Stockholm, Sweden attempted an implant in a human. "It was not successful. It worked only three hours," said Greatbatch. "It failed and was then replaced by another which worked only eight days."
The breakthrough came to Greatbatch on April 15, 1960. The team of surgeons led by Dr. William Chardack, Dr. Andrew Gage and Dr. Sanford at Millard Fillmore Hospital in Buffalo, New York implanted the first full-working pacemaker into the 77 year old Henry Hennafeld "This first in the world clinically successful implanted unit worked for 18 months without problems," Greatbatch says.
At the age of 40 years Greatbatch filed his first pacemaker patent on July 22, 1960. It is registered in the U.S. Patent Office under No. 3,057,356. On this invention all subsequent improvements in pacemakers in the world are based, up to this very day. His pacemaker was licensed to Medtronic, Incorporated, Minneapolis, Minn., and achieved quick clinical acceptance in the medical world. He continued to improve and refine the pacemaker's power source, adding in 1970 through 1972, a battery with a lithium anode, an iodide cathode, and a solid-state, self-healing crystalline electrolyte. -cf. Classics of Cardiology IV (2), p.895; Garrison & Morton No. 3047.15 (Surgery, 1960, 48, 643-54).
EUR 320.00 (Bestell-Nr: 30492)
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ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "d(ein) Otto".
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Hahn, Otto (1879-1968):
ALS - Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "d(ein) Otto".
Mittenwald, "Donnerstag Nachmittag" (= 5.VIII.1937). 4 Seiten kl.-4°. Winzige Randeinrisse. Mit eigenh. adressiertem Umschlag, Absenderangabe "Hahn / Haus Hofgarten, Garmisch". -
Otto Hahn, Chemiker, Nobelpreisträger, lieferte mit Fritz Straßmann und Lise Meitner den experimentellen Beweis für die Kernspaltung des Urans, 1879-1968. - Aus den Sommerferien an seine Frau Edith geb. Junghans, die kurz vorher mit dem 15jährigen Sohn Hanno von Garmisch nach Berlin zurückgekehrt war . - Seit 1907 reiste Hahn jeden Sommer in die Alpen, wo er meist zusammen mit seinem Bruder Heiner oder mit befreundeten Wissenschaftlern Bergtouren unternahm.

"M. l. Edith. / Hannos Ungeduld wegen der Alpspitze muss ich noch etwas zügeln. Auch heute sind wir nicht gegangen, obgleich seit gestern das Wetter entschieden viel besser ist. Eine Husche kommt wohl mal; aber immer nur sehr kurz ... Vorerst ist die Tour auf morgen, Freitag, festgesetzt. Gründe: Besuch der Schwedin etc. etc.

Mich stört die Verschiebung nicht; denn ich mach dann einfach was Anderes. Heute bin ich um « 12 mit dem Omnibus nach Kainzenbad gefahren (vorher war ein kurzer, aber starker Guss). Dann auf unserem Wege hierher gegangen. Die Originalphotographierstelle habe ich noch immer nicht sicher gefunden ...

An Elman" (gemeint ist vermutlich der russische Violinist Mischa E., 1891-1967) ging ich diesmal stolz vorbei. Dafür gehe ich heute Abend in Garmisch wieder für 1 M. in das populäre Konzert. -

Hier in Mittenwald ... kann ich ab Mittwoch (11.Aug.) ein Einbettzimmer haben ... Ich habe dies ausgemacht, nachdem ich von Heiner endgültig wegen Krankheit von Seethaler abgesagt bekommen habe ...

Deine nette Karte habe ich gestern bekommen; ich freue mich, dass in Dahlem alles so schön in Ordnung ist, und dass Ihr auf der Fahrt nicht gek..... habt.

Beiliegend Karte von Riesenfelds ...

Gestern habe ich auf Empfehlung von Jocher" (seinem Wirt) "einen 'Rundmarsch' um den Kramer gemacht ... Herrliche Aussicht, aber teilweise recht steil und steinig. Da ich gestern ebensowenig wie heute gejaust hatte, ging ich Abends zum 1. Mal wieder in den 'Roten Hahn' ... das beste Esslokal. Den teureren Alpenhof und Sonnenlicht kenne ich nicht ...

Beiliegend noch ein Zeitungsausschnitt, der auch Hanno interessieren wird ..."
Statt des erwähnten Zeitungsausschnitts liegt ein anderer vom 11. August bei, den Hahn in einem späteren Brief geschickt haben muß; ferner eine Anzeige des "7. populären Konzerts" in Garmisch am 12. August, mit Hahns eigenh. Anmerkungen "Mozart-Liszt-Abend!! / Und ich Ärmster sitze in Mittenwald".

In diesem Jahr erschienen die wichtigen Transuran-Arbeiten von Hahn, Meitner und Straßmann; im nächsten Jahr gelang die Kernspaltung.
EUR 980.00 (Bestell-Nr: 36754)
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ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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Hahn, Otto; Meitner, Lise: -
ACS - Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
"Freitag" (=28.IV.1939). Mit einer Ansicht des "Grand Hôtel", Stockholm. Schabstelle auf der Adressseite (durch Ablösen einer Briefmarke und des Luftpost-Aufklebers).
"Otto Hahn und Lise Meitner auf einer Postkarte - geschrieben bei ihrer ersten Begegnung nach der Kernspaltung"

An seine Frau Edith geb. Junghans in Berlin Dahlem, mit einer dreizeiligen eigenhändigen Nachschrift von Lise Meitner.

Von seiner Vortragsreise durch Skandinavien, auf der er über das im vergangenen Dezember entdeckte "Zerplatzen" des Uran-Atomkerns berichtete. In Stockholm kam es zu einem Wiedersehen mit Lise Meitner, die im Juli 1938 mit Hahns Hilfe über Holland nach Schweden geflohen war und im Februar 1939 ihre theoretische Deutung der Kernspaltung veröffentlicht hatte.

"M[eine] l[iebe] Edith.

Vorhin bekam ich Euren Brief etc. und Deine Brachiosaurus Karte. Vielen Dank. Es tut mir aber sehr leid, dass Du meinst, ich habe die Karte an die Tommymanns (?) absichtlich nicht fortgeschickt. Neulich fiel sie auch mir in die Hand, und ich dachte, Du hättest sie aus irgend einem Grunde nicht expediert. Ich habe nie etwas, das Du nach Deiner Rückkehr im November [nach einem mehrwöchigen Sanatoriumsaufenthalt wegen einer psychischen Erkrankung] geschrieben hast, fortgenommen. -

Am Sonntag werden wir mit G... + Fritz (?) zusammen sein. Ich hoffe, auch Riesenf. [den Chemiker Ernst Riesenfeld, Schwager von Svante Arrhenius] zu sehen. Er wird wohl nachher in meinem Vortrag sein.

Am Montag früh fahre ich nach Oslo. Am Donnerstag früh über Goeteborg nach Kopenhagen.

Herzliche Grüsse d(ein)O(tto)"

darunter die Nachschrift von Lise Meitner:

"Vielen Dank für den l. Brief, den ich heute früh in Ruhe gelesen habe. Ich schreibe auch einmal mehr. Sehr herzlich / L(ise)." - Die Abkürzung des Namens war schon darum geboten, weil es Hahn untersagt war, auf der Reise Kontakt zu Juden aufzunehmen.
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